Beiträge zum Stichwort ‘ Weltbild ’

Antimonotheismus – Teil 3

10. Dezember 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Was ist dran an Assheuers These? Wenn nicht alles täuscht, dann steckt im – fast durchgängigen – Hass auf den Monotheismus der Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes. Jesus Christus, schreibt der auch hierzulande gern zitierte Chefdenker der »Nouvelle Droite«, Alain de Benoist, sei der erste Bolschewist der Geschichte gewesen. Bis heute knüppele sein Fußvolk […]



„Bestattungstheater“ auf wikigerzeitlichen Beerdigungen

29. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Dass die Grabbeigaben aus heidnischen Wikingergräbern Aufschluss über das Weltbild und die Haltung zum Tode der alten Nordleute geben, ist nicht neu. Dennoch sind die Forschungsergebnisse, die Niel Price, Professor für Archäologie an der Universität von Aberdeen, vorstellte, überraschend. Er ließ für eine Studie tausende von Wikingergräbern untersuchen – u. A. mit dem Ergebnis, dass […]



Des „listigen Guidos“ Erben – Die Ariosophie von den Anfängen bis zum Armanenorden

27. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Lange Zeit gehörten sie zu den unterschätzten „religiösen Sondergemeinschaften“ Deutschlands – die Armanen, selbsternannte Hüter und Retter des Heidentums, der germanischen und keltischen Traditionen, der europäischen Kultur und der weißen Rasse. Als ich die erste Fassung dieses Aufsatzes schrieb, war der Armanen-Orden (A. O.) noch ein zentraler Bestandteil der deutschen „Heidenszene“ und galt in der ohnehin nie sonderlich kritischen Esoterik-Szene als „harmlos“. Es ist zwar in den letzten Jahren etwas stiller um diesen „Orden“ geworden, aber er ist nach wie vor aktiv. Und nach wie vor nicht nur für „Neuheiden“ ein Ärgernis.

Nicht zuletzt lohnt es sich, den Armanenorden und seine Vorgeschichte etwas näher anzusehen, da er von allen rechtsextremen (Pseudo-) Heiden die Tradition der Ariosophie am „reinsten“ fortsetzt, einer Tradition, die in der deutschen Geschichte mehr als genug Schaden gestiftet hat. […]



Des „listigen Guidos“ Erben (2): Die Ariosophie – eine Quelle der nationalsozialistischen Ideologie

27. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Eine wichtige Figur in der weiteren Entwicklung der Ariosophie war Jörg Lanz „von Liebenfels“, der Gründer des „Ordo Novi Templi“. Adolf Josef Lanz, auch ein Adliger von eigenen Gnaden, war zunächst Zisterziensermönch. 1899 verließ er den Orden und gründete um 1900 den „Neuen Templer-Orden“ oder „Ordo Novi Templi“. Nach René Freund liest sich die Mitgliederliste […]



Des „listigen Guidos“ Erben (3): Der Armanenorden

27. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Nach 1945 war „völkische Esoterik“ verständlicherweise lange Zeit tabuisiert. Eine wirkliche öffentliche Auseinandersetzung fand dennoch weder in der eifrig verdrängenden BRD noch in der von einem auf rein ökonomisch/politische Erklärungsmodelle verengten staatlichen Antifaschismus geprägten DDR statt. In den 1960er Jahren gründete Adolf Schleipfer die „Guido-von-List-Gesellschaft“ neu. Von Anfang an dabei war seine damalige Frau Sigrun […]



Des „listigen Guidos“ Erben (4) – Ariosophen heute: Unterwandern und Verbünden

27. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

In den 1980er und 1990er Jahren gründete der Armanenorden eine große Zahl Satellitenorganisationen, vor allem in der „Heidenszene“. Viele neuheidnische Organisationen, die oft ebenfalls mit Einweihungsgraden operieren, sind immer noch mit dem Armanenorden organisatorisch verbunden oder anderweitig verfilzt. Eine ideologisch „verfilzte“ Organisation ist beispielsweise die „Artgemeinschaft“, die der als Strafverteidiger von Neonazis bekannt gewordene heutige […]



„Rachegöttin Natur“ Apokalyptisches Denken in der Umweltbewegung

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Es gibt eine heimliche Religion im „christlichen Abendland“. Man könnte sie „Naturreligion“ nennen – auch wenn sie mit dem, was (Neu-) Heiden unter Naturreligion verstehen, herzlich wenig zu tun hat. In Deutschland hat sie besonders viele Anhänger, aber auch in den USA, in Nordeuropa und in Australien ist sie sehr weit verbreitet.



3. Diktatur in Grün

15. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Odins Auge Artikel

Im Gegensatz zu „Warnern“, die ehrlich sind, aber mitunter irren, zu aus psychologisch-taktischen Gründen übertreibenden „Mahnern“ und selbst zu „Öko-Schockern“ vom Schlage Paul Ehrlichs, die es mit ihren drastischen Szenarien immerhin gut meinen, ist die Warnung vor der Öko-Katastrophe für politischen Extremisten ein Mittel zum ideologischen Zweck – selbst für jene, denen es mit der […]



Müssen wir dran glauben?

7. Oktober 2008 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild

In der ollen Schmähbedeutung des Spruches, insofern der ausdrückt, dass wir alle mal sterben, sicherlich. Da gibt´s soweit keinen Diskussionsbedarf. Einig darf ich mich mit allen Leserinnen und Lesern dieser Leseecke auch dahingehend wissen (glaube ich wenigstens), dass es der, dem und den Ásatrú aber meistens und vorwiegend um die Zeit vorher geht: das Leben […]



Die Erfindung des Hexereidelikts

12. September 2008 | Von | Kategorie: Erforscht & Entdeckt

Vor dem späten Mittelalter gab es keine Hexen. Es gab „Weise Frauen“, Schamanen, Heiler, Kräuterkundige – und die Vorstellung des Schadenzaubers. Bis weit ins Mittelalter hinein bekämpften Kirchen den Glauben an Schadenzauber – die Wende zum „Hexenwahn“ setzte mit der Wende zur Neuzeit ein. In den Hexenprozessen der frühen Neuzeit bezog sich das Wort „Hexe“ ausdrücklich auf das christlich-theologisch definierte Hexereidelikt, dessen zentraler Punkt der Teufelspakt war.

Ein kurzer Überblick über die Ursachen, die Geschichte, und das Ende der europäischen Hexenverfolgung.