Beiträge zum Stichwort ‘ Verantwortung ’

Warum es richtig sein kann, nicht zu vergeben

23. Mai 2014 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild, Ætt Feature

„Vergeben können” ist in unserer Kultur eine sehr angesehene Tugend, und „Vergebung” ein geradezu mythisch überhöhter Begriff. Daraus ergibt sich regelmäßig die moralischen Forderung, gefälligst vergeben zu müssen, und der Generalverdacht, dass Menschen, die nicht bereit sind, zu vergeben, zu verzeihen oder sich zu versöhnen, moralisch minderwertig seien. Wer nicht vergibt, sei gnadenlos, rücksichtslos, unfair, […]



Leichenfledderei als Fernsehunterhaltung: National Geographic „Nazi War Diggers“

30. März 2014 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog

Die Fernsehprogramme der National Geographic gelten eigentlich als seriöse „Qualitätsmedien“, die der Allgemeinheit geographische und historische Kenntnisse nahebringen. Eigentlich. Wie das Fachblogg Archaeologik berichtet, fördert „National Geographik“ (aus durchaus kommerziellen Gründen) in den beliebten „Schatzsucher“-Shows die Zerstörung von Bodendenkmälern. Die Show Nazi War Diggers geht noch einen Schritt weiter: als „Abenteuer“ heroisierte Raubgrabungen einschließlich Leichenfledderung. […]



„Das Internet hat immer recht …“

17. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog

Ich schätze – oder hoffe – die meisten stimmen der Theorie, daß das Internet immer recht hätte, nicht zu. Umso erstaunter stelle ich jedoch oft genug fest wie geradezu fahrlässig mit „Informationen“ aus dem Internet umgegangen wird. Inzwischen dient das Internet vielen als primäre Informationsquelle, wie auch mir selbst. Wobei ich das Argument von einigen […]



Jenseits des dualen Systems, oder: Triquetrische Gedanken

20. September 2013 | Von | Kategorie: Kultur & Weltbild, Ætt Feature

Wir haben gelernt, linear und dual zu denken. Linear, wie die Zeitschiene verläuft, die wir alle im Kopf haben, wenn wir an „Geschichte“ denken. An damals und heute. An Epochen. An Ursache und Wirkung in ihrer unerbittlichen Konsequenz. Dual, wie wir unterscheiden – und damit scheiden – zwischen gut und böse, richtig und falsch. Das […]



Modedroge Moralin

18. Februar 2013 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog, Odins Auge Artikel

Moralin unterdrückt Zweifel und Ängste, verschafft dem Konsumenten die wohltuende Illusion beruhigender Gewissheiten und ein unerschütterliches gutes Gewissen, und das überwältigende Gefühl, immer „moralisch “ im Recht, allen anderes Denkenden überlegen und stets einer der „Guten“ zu sein. Typische Nebenwirkungen sind Tunnelblick, Schwarz-Weiß-Sehen, wobei anders als bei der Farbenblindheit auch keine Graustufen mehr erkannt werden […]



Schublade auf und rein mit dir!

20. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog

Schubladen schaffen Ordnung und Schubladendenken ist herrlich bequem – außer für die Verschubladisierten. Schubladendenken beruht auf Vorurteilen und bekräftigt Vorurteile. Die geistige Schublade wirkt als sich selbst erfüllende Prophezeiung. Schubladendenken kann gefährlich sein oder auch nur lästig. Meist entbehrt es beim näheren Hinsehen nicht einer gewissen Absurdität. Wie Schubladendenken funktioniert, lässt sich sehr schön am […]



Stoppt Racial Profiling / Ethnical Profiling

6. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog

Es ist institutioneller Rassismus in Reinform, es ist nachweislich ineffektiv, es ist grundrechtswidrig – und es ist immer noch fester Bestandteil der Arbeit von Polizei, Zoll und anderen Sicherheitsbehörden. Und es ist in Deutschland juristisch immer noch nicht explizit geregelt bzw. eindeutig verboten: „Racial Profiling“ bzw. „Ethnical Profiling“: „Anfangsverdacht“ und Kontrollen aufgrund von Hautfarbe oder […]



„Wyrd Sisters“ – Gedanken über die Nornen

2. Juni 2012 | Von | Kategorie: Germanisches und Kulturelles, Kultur & Weltbild, Ætt Feature

Die Nornen (altnordisch nornir) sind für uns von zentraler Bedeutung. Nicht zufällig nennt sich unsere Gemeinschaft „Nornirs Ætt“.

Kurz und einfach gesagt, sind die Nornen Personifikationen des Schicksals. Schicksalsfrauen und, im Falle der drei Nornen am Urdbrunnen, Schicksalsgöttinnen.

Nun legten die Germanen, glaubt man Tacitus, sehr großen Wert auf Weissagungen und Orakelsprüche. Zusammen mit dem, was neuzeitliche Gelehrte aus der gut 1000 Jahre später aufgeschriebenen eddischen Literatur zu erkennen glaubten, führte das zu der bei Lichte besehen ziemlich abwegigen Vorstellung, die heidnischen Germanen seien orakelgläubige Fatalisten gewesen.
Weniger absurd, aber folgenschwer, sind die Hypothesen über den „germanische Schicksalsglauben“ und den „heroische Pessimismus“.



„Keine Räume für Nazis“

27. Februar 2012 | Von | Kategorie: Gjallarhorn Weblog

Immer wieder mieten sich „Giddels“ (Nazis, sonstige Faschos, Rassisten und andere rechtextreme Organisationen) in Gaststätten, Hotels oder Vereinsheimen von Sport-, Schützen- oder Kleingartenvereinen ein. Die betroffenen Vermieter können entscheiden, wem sie ihre Räume zur Nutzung überlassen und wem nicht. Wer sich einfach nicht darum kümmert, läuft Gefahr, extrem rechte Gruppen indirekt in ihrem Treiben zu […]



Was macht Menschen zu Helden?

9. August 2011 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Der Sozialpsychologe Philip Zimbardo gilt als Experte für die dunkle Seite der Psyche – was ihm den Spitznamen „Dr. Evil“ eintrug. Tatsache ist, dass er im Laufe seiner Karriere immer wieder an brisanten Themen wie Gewaltbereitschaft in Gruppen arbeitete. Philip Zimbardo wurde berühmt als der „Vater“ des