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Antisemitismus – kein Thema?

29. Juli 2014

Antisemitismus war schon etliche Male Thema auf diesen Seiten. Daher sollte er „kein Thema“ – im umgangssprachlichen Sinn von „das ist doch selbstverständlich“ – sein. „Kein Thema“ – im ebenfalls umgangsprachlichen Sinne von „das ist für uns nicht wichtig“ – ist Antisemitimus meiner Ansicht nach nicht. Aus gleich drei Gründen: In letzter Zeit war nicht […]



Alle Jahre um Ostern herum: christlicher Antisemitismus hat Hochsaison

31. März 2010

Es ist endlich Frühling. Die Vögel singen, Blumen blühen, die Blätter trieben aus … und die Fundi-Christen ticken aus. Jedenfalls drängt sich mir dieser Eindruck anhand solcher Meldungen auf: US-Polizei hebt Zelle christlicher Paramilitärs aus (Spon). Wie übrigens auch die Aktivitäten christlich-fundamentalistischer Milizien in Zentralafrika jene Lügen straft, die ausschließlich „islamische Fundamentalisten“ für gefährlich halten: […]



„Mit Stämmen ist kein Staat zu machen“ – Teil 4: Die neuen Stämme

30. Mai 2018

„Stammesgesellschaften“ und „Staaten“ sind gegensätzliche Organisationsformen menschlicher Gesellschaften. Sie schließen sich, wie schon der Titel dieser kleinen Reihe andeutet, aus. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche Stammesgesellschaften und Häuptlingstümer, die auf dem Territorium von „modernen“ Nationalstaaten existieren. Es gibt seit langem keine Stämme mehr, die völlig unabhängig von Staaten existieren, und nur noch sehr wenige, […]



„Der ACTA-Krake“ – problematischer als gedacht

24. Mai 2018

„Der Krake“ ist eine 2012 von der Anti-ACTA-Kampagne verwendete Karikatur. In einem Artikel verteidigte ich damals diese Karikatur gegen den Vorwurf, sie sei antisemitisch („Symbolische Probleme“.) Später musste ich erkennen, dass der „ACTA-Krake“ zwar nicht antisemitisch gemeint, aber dennoch „strukturell antisemitisch“ ist. Ich stehe zwar noch heute hinter vielem, was ich in diesem Artikel schrob: […]



„Wikingerkult und Rechtsextremismus“: Kernproblem Geschichtsfiktion

30. Oktober 2017

Die Fachtagung mit dem Titel „Odin mit uns! – Wikingerkult und Rechtsextremismus“ fand am 9. und 10. Oktober 2017 in der Akademie Sankelmark statt. Anlass war ein Vorfall auf den Wikingertagen in Schleswig 2016, als ein Darsteller mit einem achtspeichigen Hakenkreuzmotiv auf seinem Schild kämpfte, und das zunächst sowohl beim Veranstalter wie bei der Lokalpresse […]



„Sich schämen“ hilft niemandem!

25. August 2015

Angesichts brennender Flüchtlingsunterkünfte und „besorgter Bürger“, in Heidenau, Freital und anderswo, die nichts anderes als dumpfe Rassisten sind, und auch angesichts der Reaktionen deutscher Politiker und deutschen Medien darauf, gibt es nicht wenige Deutsche, die sich „schämen, ein Deutscher zu sein“. Nun ist Scham, hoffentlich im Sinne von „Fremdschämen“, eine durchaus verständliche erste Reaktion. Hilfreich […]



Heidnische Götter und der NSU

11. Juni 2015

Ein überaus ärgerliches Detail brachte der Prozess gegen Beate Zschäpe wegen der Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ mit sich. Mehrere Zeitungen und Online-Medien berichteten über einen wahrscheinlichen „heidnisch-germanischen“ Hintergrund des NSU, z. B. die österreichische Nachrichtenagentur APA (epa): Inspirierte heidnischer Götterglaube die NSU-Morde? [..]Im deutschen NSU-Prozess soll die Begeisterung des Terrortrios für nordische Gottheiten ausgeleuchtet werden. […]



Gedanken zum 8. Mai

7. Mai 2015

Die alten Nazis Die hatten wahrlich einen Sturm entfacht Den sie bekamen Und bald bekommen Auch ihre Erben von den Göttern eins aufs Dach Schon zur bedingungslosen Kapitulation Hat mein Gott 1945 nur gelacht! Duke Eibensang: Totengott-Ballade. 1. Vor 30 Jahren sagte Bundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Rede zum Kriegsende, der 8. Mai sei […]



Imaginäre Gefahren, reale Hetze

30. Januar 2015

Der Hype um die „Akü-gida-Bewegungen” vom Spätherst 2014 klingt Ende Januar 2015 ab, der Gegenwind für sie wird stärker, und sie demontieren sich dankenswerterweise selber. Das schafft allerdings die „Ich-bin-kein-Nazi-aber”-Sager, alias „Rechtspopulisten”, nicht aus der Welt. Die Leute, die sich von Pediga usw., mobilisieren ließen, sind immer noch da, auch wenn sie nicht mehr montags […]



Warum es richtig sein kann, nicht zu vergeben

23. Mai 2014

„Vergeben können” ist in unserer Kultur eine sehr angesehene Tugend, und „Vergebung” ein geradezu mythisch überhöhter Begriff. Daraus ergibt sich regelmäßig die moralischen Forderung, gefälligst vergeben zu müssen, und der Generalverdacht, dass Menschen, die nicht bereit sind, zu vergeben, zu verzeihen oder sich zu versöhnen, moralisch minderwertig seien. Wer nicht vergibt, sei gnadenlos, rücksichtslos, unfair, […]